Super GAU ist eingetreten
März 25th, 2011 at 16:00 (Gesundheit, Weltgeschehen)
Jeden Tag auf’s neue erreichen uns Schreckensmeldungen aus Japan und die Verkettung von ungünstigen Umständen reißt nicht ab. Und was Viele befürchtet haben, ist jetzt eingetreten: Der Super-GAU!
Nach den verzweifelten Versuchen, Pumpen wieder in Gang zu bringen, die Stromzufuhr wiederherzustellen und die Brennstäbe mit Meerwasser zu kühlen droht jetzt ein gloabler Super-GAU. Es heißt, dass man die wirklichen Lage und das Ausmaß des GAUs in Japan erst erfassen könne, wenn Fukushima wieder “unter Kontrolle” ist. Im Umkehrschluss bedeutet das also: Keiner weiß, wie schlimm es wirklich um das Atomkraftwerk und den Austritt von Radioaktivität steht und keiner glaubt mehr an die Rettung des AKWs. Es wird von Tag zu Tag unrealistischer, Fukushima jemals wieder in den Griff zu bekommen. Den letzten Rest gab die Schnapsidee, die Brennstäbe mit reinem Meerwasser aus der Luft zu kühlen. Durch das darin enthaltene Salz wurden die Brennstäbe größtenteils verkrustet und gegen äußere Kühlung nahezu abgeschirmt. Das heißt also, selbst wenn man die Stromzufuhr wiederherstellen und die Pumpen reparieren könnte, würde die Verkrustung der Kühlung einen Strich durch die Rechnung machen.
Fazit ist ein unkontrollierter und ununterbrochener Austritt von Radioaktivität übere mehrere Jahre hinweg.
“Man kann sich Fukushima wie eine Spraydose – oder noch besser: wie einen Wasserwerfer – vorstellen, welche regelmäßig in unterschiedliche Richtungen Radioaktivität sprüht (wobei die Hauptrichtung weiterhin Nordosten ist). Allerdings hat diese Spraydose ein fast unendliches Limit, weshalb diese regelrechte Besprühung mit radioaktiven Stoffen also noch einige Zeit andauern wird.”
Wie lange hängt von den freigesetzten Stoffen und ihrer Halbwertszeit ab. Jod 129 und 131, welche in der ersten Wolke enthalten waren, haben sich in 16 Tagen bereits schon vollkommen zersetzt und verflüchtigt. Die Augen der Welt ruhen nun vielmehr auf dem 3. Reaktor mit MOX Brennstäben. In diesem ist sowohl Uran, als auch das vielfach gefährlichere Plutonium enthalten. Plutonium ist hochgiftig und hat die Angewohnheit, sich über weite Strecken transportieren zu lassen, ohne dabei an Gefährlichkeit oder Strahlungsintensität einzubüßen.
Die Halbwertszeit von Plutonium beträgt satte 24.000 Jahre – d.h. es benötigt insg. 48.000 Jahre bis sich das frei gewordene Plutonium vollständig zersetzt hat und keine Gefahr mehr besteht. Um den Reaktor 3 wurde bereits 1000-fach erhöhte Strahlung von Plutonium gemessen! Aus demselben Grund erlitten 3 Arbeiter schwere Verbrennungen und werden in den nächsten Tagen einen qualvollen Tod sterben.
Folgen des Super-GAUs
Alles weist darauf hin, dass die Kernschmelze in genau diesem MOX Reaktor bereits in vollem Gange ist. Nicht mehr lange und Japan ist Geschichte. Man hätte das ganze Land schon vor einer Woche evakuieren müssen, doch jetzt ist es zu spät. Die Menschen werden alle verhungern, verdursten, erfrieren und an radioaktiver Verseuchung sterben. Niemand hätte je geglaubt, dass das Ende einer hochtechnologiesierten Nation so aussehen kann. Tut es aber! Der eigene Vorteil wird zum Verhängnis – traurig, aber wahr. Was mir viel mehr Sorge bereitet ist: was passiert mit den anderen 50 AKWs in Japan, wenn sich keiner mehr darum kümmern kann. Wird dann Eines nach dem Anderen hochgehen oder wird es regelmäßig Truppen geben, welche auf die Todesinseln geschickt werden, um der Welt eine heile Welt vorzugaukeln, dass Schlimmeres verhindert werden könnte? Ich sag’s ja nur ungern, aber: das im Moment ist noch längst nicht das Ende der Fahnenstange.
Es ist davon auszugehen, dass die USA und Kanada nach Japan die größte Menge an Radioaktivität abbekommen werden. Ironie oder Schicksal? Jedenfalls wird in Kürze ein großes Massensterben von Fischen auf Grund des radioaktiv verseuchten Meerwasser wird im Pazifik beginnen und sich allmählich auf andere Meere ausweiten – auch auf die Nord- und Ostsee. Die radioaktive Wolke wird sich über die Wochen mehr und mehr auf der Nordhalbkugel ausbreiten – auch in Deutschland. Selbst wenn wir nur die Hälfte der in Fukushima freigesetzten Menge abbekommen, wird dies für uns spürbare Folgen haben. Experten sprechen mittlerweile nicht nur von einem zweiten Tschernobyl, sondern sind aus folgenden Gründen der festen Überzeugung, dass es noch schlimmer kommt als vor 25 Jahren:
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1) Während in Tschernobyl nach kurzer Zeit deutlich Schluss war mit dem Austritt von Strahlung, so ist Gegenteiliges in Japan der Fall.
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2) Aufgrund einer Verkettung von unglücklichen Umständen wurden die Reaktoren nicht nur außen, sondern auch innen so schwer beschädigt, dass sie nicht mehr zu reparieren sind.
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3) Defektes Stromnetz und kapputte Pumpen verhindern Kühlung. Obwohl die Stromzufuhr wiederhergestellt werden konnte, können die Reaktoren nicht gekühlt werden. Zum Einen sind viele Pumpen immernoch kapputt und zum Anderen sind die Brennstäbe durch das Meerwasser verkrustet.
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4) Man kann keine Glocke auf das Kraftwerk Fukushima betonieren, weil die Kernschmele zu weit fortgeschritten ist und zu viel Wärme in den Brennstäben freigesetzt wird und wurde. Der Mantel könnte wegen extremer Hiteentwicklung explodieren oder schmelzen und wäre wie ein kalter Tropfen auf einem heißen Stein.
Vor zwei Tagen wurde in Island bereits bei Ankunft der ersten radioaktiven Wolke ein erhöhter Wert von Cäsium 137 festgestellt. Radioaktives Cäsium besitzt eine Halbwertszeit von circa 30 Jahren und kann durch Wind über große Entfernungen transportiert werden. Es löst sich besonders gut in Wasser auf, weshalb man sich bei diesem Nuklid besonders vor radioaktiven Niederschlag fürchtet. Nachdem es in den Boden gelant ist, wird es von den Pflanzen und Tieren aufgenommen wird und gelangt so unwiderruflich in die Nahrungskette. Nicht nur in Island, auch in Deutschland.
