Medizinfrau's Blog » Lichtarbeit für Japan

Lichtarbeit für Japan

Wieder einmal fand ich eine dubiose Benachrichtung von groops in meinem Emailpostfach. Es ging darum, dass ein neuer Beitrag mit dem Thema “Lichtarbeit für Japan” geschrieben wurde. Neugierig wie ich bin klickte ich auf den Link und fand mich auf der Seite des entsprechenden Beitrages wieder – dieser war jedoch knapp gehalten und mit einem Link zu einer PDF Datei vom Reiki-Do Institut versehen.

Licharbeit für Japan

Jetzt dachte ich, dass dort wahrscheinlich drin stehen würde, dass man sich extra verstrahlen lassen müsste um ein Licht für Japan zu sein oder universelle, radioaktive Energien nach Japan schicken müsse, um Lichtarbeit für Japan betreiben zu können – doch: Irrtum! Vielmehr geht es darum seine “Macht” als Lichtarbeiter einzusetzen. Wow!, dachte ich. Von welcher Macht hier wohl die Rede ist und wie das praktisch aussieht “seine Macht einsetzen”? In diesem Sinne sah ich mir die Seite des PDF Anbieters an.

Es war die Seite des “Erfinders” von Rainbow-Reiki. Wie man eben von Höckschen auf Stöckschen kommt, so wollte ich unbedingt wissen, was Rainbow-Reiki (übersetzt: Regenbogen-Reiki) ist. Erst dachte ich, dass mit einer Einweihung die Suche nach dem Gold bei Regenbögen erleichtert wird, dann aber stellte ich fest, dass Rainbow-Reiki einfach nur deshalb Rainbow-Reiki heißt, weil die Energien bunter (und somit nicht so eintönig sind). Vieles wird nicht so eng gesehen und es werden viele potenzielle Kunden abgedeckt. Es vereint nämlich sehr viele Sachen (Eintopf) und soll auch gegen noch mehr helfen. In einem Grad wird man sogar in “Feng-Shui” eingeweiht und erlernt eine “Original Reiki-Dusche (wie wohl eine Kopie aussieht?)”. Fraglich bleibt aber, ob diese Dusche gegen Radioaktivität oder geistige Umnachtung hilft. Wahrscheinlich hat der “Erfinder” in Lübeck einfach nur zu viel Seeluft inhaliert oder Regenbogenhallzuinationen gehabt. Wer weiß das schon.

Lichtmeditation für Japan

Auf der Suche nach weiteren Beiträgen zum Thema “Lichtarbeit für Japan” stieß ich im Internet auf eine sog. “Lichtmeditation für Japan”. Nein, die Lichtmeditation hat Nichts mit Rainbow-Reiki zu tun und stammt auch von einem anderen “Erfinder”. Übermittelt wurde sie von niemand Geringerem als Mutter Maria persönlich! Es heißt in der Botschaft: “Gib all Deine Wünsche an Gott und seine Helfer ab” – ob die Verantwortung damit auch abgegeben wird, bleibt stark anzunehmen.

Schließlich ist es ja viel bequemer, im stillen und warmen Kämmerlein auf Gedankenreise zu gehen, als konkret zu helfen (z.B. mit einer Spende, durch Teilnahme an einer Anti-AKW Demo). Man möchte meinen, dass solche Menschen auch einen Teil ihres Gehirns auf einer der Gedankenreise verloren haben. Wer weiß das schon.

Fakt ist: mit Lichtarbeit ist die radioaktive Wolke nicht zu stoppen und Aluhelme helfen auch nicht gegen Verstrahlung. Ebenfalls finde ich es eine arge Verspottung und unmoralisch, das als wirkliche Hilfe für Japan anzupreisen. Schämen sollten sie sich. Ich wünsche mir, dass sochen Licht-und-Liebe Verblendeten rasch die Augen geöffnet werden, denn so sind sie keinem eine große Hilfe…

Hinterlasse eine Antwort

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.