Vulkanausbruch des Eyjafjallajökull

Am 20. März stieg der Phönix aus der Asche des Vulkans Eyjafjallajökull auf und versetze ganz Europa in Angst und Schrecken – insbesondere aber die Insel aus Feuer und Eis: Island. Dort erwachte nämlich auf dem gleichnamigen Gletscher, ein 200 Jahre lang ruhender Vulkan (wie es mir meine Verbündeten aus der NAW prophezeiten).

Wochenlang sorgte er wegen seiner Aschewolke für Aufregung unter den Reisenden. Der Flugverkehr wurde erst teilweise und dann vollständig eingestellt und das europaweit! Einen deratigen Eingriff in den Flugverkehr hat es noch nie gegeben – und schon gar nicht von einem Vulkan. Es wird aber auch nicht das letzte Mal gewesen sein, da der Vulkan, auch wenn er keine Asche mehr spucken würde, immernoch für einige Jahre aktiv bleiben und neu ausbrechen könnte – so meinen Vulkanologen. Wegen der Aschewolke, die ins Getriebe der Turbinen geraten könnte, sperrte man – nicht nur – den deutschen Luftraum. Der Zwist zwischen der Flugsicherung und den Flugllinien dauert nach Wochen allerdings immernoch an. Die Frage aller Fragen für die Fluglinien ist: Wer kommt für den Schaden der ausgefallenen Flüge auf?

Mittlerweile versucht man den Sündebock sogar der Flugsicherung zuzuschieben, die den Luftraum nicht hätte sperren müssen usw. Die Frage ist doch vielmehr welche “Beweise” entsprechend “geändert” wurden, damit sie ins Bild der Wirtschaft bzw. Fluglinien passen.Die Wirtschaft glaubt doch sowieso keiner Umfrage, die sie nicht selbst gefälscht hat. ;-)

Wenn das Geld unser einzigstes Problem wäre, dann hätten wir ja noch richtig Glück! Im Getummel der Schuldzuweisung und Entschädigung geht leider völlig der gesundheitliche und klimatische Aspekt unter. Niemand verliert ein Wort darüber, dass die Vulkanasche gesundheitsschädlich ist und zur Feinstaubbelastung beiträgt. Niemand traut sich zu sagen, dass der Vulkan auch das Klima auf der Nordhalbkugel – insb. in Europa – verändern könnte.

Als etwa 1815 der Vulkan Tambora in Indonesien explodierte und Hunderte Milliarden Tonnen Staub in die Atmosphäre geschleudert wurden, legte sich ein Schleier um die Erde, gab es im Sommer Nachtfröste, Unwetter und katastrophale Missernten.

Ich befürchte, dass das Thema Eyjafjallajökull noch lange nicht durch ist und wir uns darauf einstellen sollten, die nächsten Wochen – zumindest in Norddeutschland – die Badehose bzw. den Badeanzug noch im Schrank zu lassen und mit dem Tragen von knappen T-Shirts zu warten. Es scheint in absehbarer Zeit nicht wärmer zu werden und weiterhin Nachtfröste zu geben. So viel zu den Wetteraussichten im Frühling…

Links zum Thema:

1) Ausbruch des Eyjafjallajökull 2010

2) Schmutzige Gewitter am Eyjafjallajökull